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Team Dinslaken schlägt Natheraner Dart Chaoten 11:9

Es sind nur noch ein paar Tage bis zu den Deutschen Meisterschaften in Geiselwind, aber von Schonzeit ist in der deutschen Dartsszene nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: Open Season! Go west, denn in der DSAB Bundesliga West ging die Post so was von ab. Deswegen, bevor Sie weiter einsteigen, ein paar praktische Tipps: Wenn Sie erster Geiger im Panikorchester, aus Passion Panzerknacker oder von Amtswegen Ableitungsleiter beim Abhördient sind, dann meiden sie die Bundesligaspiele im Haus Nather in der Neustraße 62 in Duisburg.


Besser: Schlagen Sie einen großen Bogen darum. Ein sinnloser Besuch beim Oto-Rhino-Laryngologe, auf Deutsch: Ohrologe (unter anderem), wird die Folge sein. 
Ein Düsenjet ist Baby-K. im Vergleich zum chaotischen Lärmpegel, wenn die Natheraner Dart Chaoten Duisburg in die Arena ziehen, begleitet von Gesängen (laut nicht schön), Anfeuerungsrufen (ein- und nie zweideutig) und Beifallskundgebungen (nicht himm-, sondern höllisch) – und wenn dann noch Halloween ist, dann begegnen Sie Gestalten, bei denen Sie normalerweise schnell die Straßenseite wechseln, wenn Sie noch dazu kommen. Meine Vermutung ist allerdings, dass mit Halloween ist nur eine faule Ausrede, diese Gestalten kreuzen hier wohl immer Ihren Weg.


Normal hier

Die Spielarena ist indes alles andere als chaotisch, eher vorbildlich, viel Platz hier wie dort, sprich für Akteure und Fans, insbesondere für die Nordkurve, denn hier geht der Punk ab, auch massenmäßig. 
Man spürt sofort, die Natheraner Dart Chaoten sind stolz auf das, was hier passiert, sie wissen, they never walk alone, hier gibt es Darts wie bei großen Fußballspielen, nur eben kleiner, aber auf gar keinen Fall leiser.



Die Stimmung ist immer auf dem Siedepunkt, da, wo man sie hier am liebsten hat, immer volle Pulle, obwohl diese oftmals leer ist. Aber nie unfair oder unsportlich! Alles kommt von Herzen. „Super hier!“, sagt Marco Grafweg stolz. „Grenzwertig“, kommentiert der sportliche Gegner. Beide haben irgendwie recht, aber die Atmo ist nie aggressiv, man darf nur eben kein Hasenohr sein.



Karsten Koch-Weikert

Sportlich ging es bei diesem Spiel um nicht anderes als um die Tabellenführung. Der Spitzenreiter Team Dinslaken und die Natheraner Dart Chaoten lagen mit 15 Zählern punktemäßig vor diesem Match gleich auf. Nun klafft zwischen ihnen eine Lücke von drei Punkten, zugunsten des Teams Dinslaken, das die Auseinandersetzung mit 11:9 zwar knapp, punktemäßig aber eindeutig für sich entscheiden konnte. 




Stephan Gerritsen

Das Team Dinslaken legte einen Traumstart hin, eroberte sich konsequent und souverän eine 5:0 Führung, wobei Marco Grafweg beispielsweise eine Reihe von Matchdarts gegen Jörg Mitterlehner auf der Hand hatte, sich trotzdem 2:3 geschlagen geben musste. 
Nach der Hälfte der Begegnung lag das Team Dinslaken mit vier Spielpunkten 7:3 in Front. Holten weiter Punkt um Punkt, bis sie davon zehn in der Tasche hatten.



Jörg Mitterlehner versus Marco Grafweg 3:2

Der elfte wollte jedoch nicht glücken, und die Natheraner Dart Chaoten kamen immer dichter heran, beträchtlich dichter. 
Die Entscheidung fiel dann schlussendlich in der Partie zwischen Manuel Müller (Natheraner Dart Chaoten) und Hristos Arhontidis (Team Dinslaken), das der Letztgenante 3:1 gewann und einen untröstlichen Verlierer zurückließ. Sport pur! Davon lebt er, der Sport – von dramatischen Entscheidungen, plötzlichen Wendungen und von Siegern und Besiegten. 



Manuel Müller

In den Reihen der Gästen kämpften Hristos Arhontidis, Karsten Koch-Weikert, die Brüder Maarten und Stephan Gerritsen, Jörg Mitterlehner sowie David Winter, in denen der Gastgeber Stephan Birk, Dennis Eiholz, Uli Grabert, Marco Grafweg, Manuel Müller und Marko Schulze. 


Uli Grabert

Nach der Hinrunde führt das Team Dinslaken nun mit 18 Punkten. Dahinter folgen mit drei Zählern weniger gleich drei Teams: Grenzland Piraten Eschweiler, Magic Team Düren und Natheraner Dart Chaoten. 
Der aufmerksame Dartskenner ersieht daran sofort, in der Partie zwischen Grenzland Piraten und dem Magic Team Düren müssen die Magics einmal mehr in dieser Spielzeit gezaubert haben. Und in der Tat: Die Magics haben 12:8 gewonnen. Frontman Maik Jansen kommentiert: „Boooom Magic!“ 

Der Unterschied dieser drei Teams ist nur im Setverhältnis dingfest zu machen: 28 bei den Piraten, 22 bei den Magics und 16 bei den Chaoten.
 By the way: Das Team Dinslaken verweist auf stolze 54 und hat nicht weniger als 317 Legs eingefahren. Das hat Klasse!


Jörg Mitterlehner und Stephan Gerritsen im Parallelschwung

Wir können uns auf eine super-spannende Rückrunde freuen. Das gilt nicht nur für die obere Hälfte, sondern auch für die untere.


Marko Schulze

Das Team Gladbach verlor gegen Palms Checkpoint 8:12. Ein durchaus knappes Ergebnis, allerdings mit beträchtlichen Auswirkungen. Damit hat das Team Gladbach den direkten Kontak zur Spirtze eindeutig (und endgültig?) verloren, Palms Checkpoint vermeldet indes seinen ersten Sieg.
 Vom Duell zwischen Cologne Foundation und dem Team Grevenbroich wissen wir leider noch gar nichts ...

Spieltag am 31. Oktober:

Team Gladbach

PalmsCheckpoint

8:12

Grenzland Piraten

Magic Team

8:12

Natheraner Chaoten

Team Dinslaken

9:11

Cologne Foundation

Grevenbroich

 


Tabelle

R

Team

P

S

L

1.

Team Dinslaken 1

18

97

:

43

317

:

182

2.

Grenzland Piraten

15

84

:

56

278

:

217

3.

Magic Team Düren

15

81

:

59

283

:

236

4.

Natheraner Dart Chaoten

15

78

:

62

282

:

232

5.

Team Gladbach

9

69

:

71

242

:

264

6.

Cologne Foundation

3

51

:

69

202

:

234

7.

Palms Checkpoint II

3

48

:

92

200

:

302

8.

Team Grevenbroich

3

32

:

88

149

:

286

 R = Rang, P = Punkte, S = Sets, L = Legs